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WW Hansaallee Lageplan
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WW Hansaallee Perspektive
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Hansaallee Düsseldorf

mit Pink Architektur, Düsseldorf

Auf dem Areal an der Hansaallee/Schwalmstraße entsteht ein neues Stadtviertel, das unterschiedliche Nutzungen vereint und für die neuen Nutzer und Bewohner wie auch für die bereits in der direkten Umgebung lebenden Menschen neue, attraktive Räume und Qualitäten bietet.
Ein bisher durch seine industrielle Nutzung verschlossenes Gebiet wird zu einem für Alle erlebbaren, durchlässigen Stück Stadt, das sich zu allen Seiten hin öffnet und Anwohner und Zugezogene einlädt. Die verbindenden Adern der Grün- und Freiflächen schaffen Räume von hoher Aufenthaltsqualität.
Zukunftsfest ist das neue Viertel: Bestehendes ist identifikationsstiftend und wird sinnvoll umgenutzt und erweitert, das städtische Mikroklima wird verbessert (Grünräume und Frischluftschneisen, Starkregenschutz Schwammstadt), klima- und naturverträgliche Bauweisen und Gebäudestrukturen werden umgesetzt, Energie- und Ressourceneffizienz maximiert.

Grünkonzept: Ein Schwammstadt-Viertel, aber verwaldet!

Das Planungsgebiet ist aufgrund der ehemals industriellen Nutzung fast vollständig versiegelt. Unser Grünkonzept sieht das Aufbrechen der Oberflächenbeläge vor, wodurch der Boden wieder für Vegetation, Niederschlag und die Tierwelt verfügbar gemacht wird. Die vegetativen Flächen bestehen aus öffentlich zugänglichen Grünflächen, die gleichzeitig Retentionsfunktionen übernehmen, sowie aus privaten Gartenflächen, die den Erdgeschosswohnungen zugeordnet sind. Das Grünkonzept sieht unterschiedliche Strategien vor:

Wald: Der aufgebrochene Untergrund kann mit heimischen Laub- und Nadelbäumen bepflanzt werden. Im Plangebiet sollen 130 Neupflanzungen mit standortgerechten Baumarten platziert werden! Angrenzend an die entstehenden Baumhaine werden Aufenthaltsangebote geschaffen. Dadurch entwickeln sich für das Viertel charakteristische Taschenparks, die den Eindruck von „urbanem Mischwald“ erwecken.

Wasser: Die zu bepflanzenden Bodenöffnungen werden niedriger als die ihnen angrenzenden Wegeflächen hergestellt. Dadurch übernehmen diese Grünräume im Turnus der Schwammstadt Retentionsfunktionen für das Viertel. Neben intensiv begrünten Retentionsdächern sind diese ebenerdigen Retentionsparks der finale Baustein in einer kaskadenartigen Regenwasserverwertung, die überschüssigen Niederschlag intensiveren Vegetationsbereichen zuleitet. Denn Wasser ist langfristig der vielleicht wichtigste natürliche Rohstoff!

Luft: Durch die offene, durchlässige Anordnung der Baukörper entsteht ein verbindendes Netz aus baumbestandenen Grünflächen, welche durch Evapotranspiration kühlend auf das Viertel und die Umgebung einwirken und die Aufenthaltsbereiche beschatten. Die durchgängigen „Frischluftschneisen“ nehmen entlang der Ränder Verbindungen zu den angrenzenden Freiflächen auf und begünstigen in den warmen Sommermonaten nachts den thermischen Austausch.

Tiere: Im Norden des Viertels, an der Grenze zur direkten Nachbarschaft, liegt aufgrund der topografischen Verhältnisse eine bei Starkregen geflutete Fläche. Hier schlagen wir eine offene, naturnahe Freifläche vor, die starken Niederschlag aus dem Viertel schadlos zurückhalten kann. Die landschaftlich gestaltete Freifläche liegt zwischen den Neubau der Kita und der bestehenden Bebauung an der Maaßstraße und wirkt als natürlicher Puffer und Rückzugsraum für Fauna.

  • Typ: Wettbewerb
  • Datum: 2021
  • Auslober:  Avenue 19 EG / Stadt Düsseldorf
  • Ort: Düsseldorf-Heerdt
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